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#120 | 05.03.2026

Worum geht's?

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit den subjektiven Erfahrungen und Erinnerungen von Patient:innen, die während eines Krankenhausaufenthalts ein Delir erlitten haben. Das Delir wird dabei als ein Zustand akuter geistiger Verwirrung beschrieben, der mit Störungen der Aufmerksamkeit, des Bewusstseins und der kognitiven Fähigkeiten einhergeht. Da diese Episoden für die Betroffenen oft sehr belastend sind, bündelt die Untersuchung qualitative Forschungsergebnisse, um die Patientenperspektive umfassend abzubilden. 

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Ein Delir ist "Ein ätiologisch unspezifisches hirnorganisches Syndrom, das charakterisiert ist durch gleichzeitig bestehende Störungen des Bewusstseins einerseits und mindestens zwei der nachfolgend genannten Störungen andererseits: Störungen der Aufmerksamkeit, der Wahrnehmung, des Denkens, des Gedächtnisses, der Psychomotorik, der Emotionalität oder des Schlaf-Wach-Rhythmus. Die Dauer ist sehr unterschiedlich und der Schweregrad reicht von leicht bis zu sehr schwer." https://www.icd-code.de/icd/code/F05.-.html

Was war das Ziel der Studie?

Das Hauptziel dieser systematischen Übersichtsarbeit und Meta-Zusammenfassung war die Aggregation empirischer qualitativer Literatur über die Erlebnisse von Patient:innen mit einem Delir. Durch die Zusammenführung dieser Erkenntnisse soll die Entwicklung und Implementierung eines patientenorientierten Delirmanagements im klinischen Alltag unterstützt werden. Zudem dient die Studie dazu, die zukünftige Forschung in diesem Bereich gezielt zu leiten und Wissenslücken zu schließen.