Worum geht's?
Die Studie untersucht pflegegeleitete Versorgungsmodelle zur Erkennung von Hautkrebs. Dabei wird analysiert, welche Rollen Pflegefachpersonen in der Diagnostik, Behandlung und Aufklärung übernehmen und wie deren Leistungen im Vergleich zu ärztlich geleiteten Modellen abschneiden. Zudem wird beleuchtet, ob diese Modelle zusätzliche Vorteile für Patient:innen bringen.
Was war das Ziel der Studie?
Das Ziel der Studie ist es, die Evidenzlage zu pflegegeleitete Versorgungsmodelle bei Hautkrebs systematisch zusammenzuführen. Es soll geklärt werden, ob Pflegefachpersonen eine vergleichbare Versorgungsqualität wie Ärzt:innen bieten und inwiefern sie die Versorgung durch Zusatznutzen verbessern können.
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Hautkrebs zählt weltweit zu den häufigsten Krebserkrankungen und zeigt seit Jahren eine deutlich steigende Inzidenz. Auch in Deutschland nehmen die Neuerkrankungen kontinuierlich zu. Besonders betroffen sind das maligne Melanom sowie die sogenannten hellen Hautkrebsformen wie das Basalzellkarzinom und das Plattenepithelkarzinom. Ursachen für den Anstieg sind vor allem veränderte Freizeitgewohnheiten mit intensiver Sonnenexposition, häufige Sonnenbrände insbesondere in der Kindheit und Jugend sowie eine steigende Lebenserwartung. Zusätzlich führen verbesserte Früherkennungsprogramme dazu, dass Hautkrebs heute häufiger diagnostiziert wird als noch vor einigen Jahrzehnten. Die Risiken, die mit Hautkrebs einhergehen, unterscheiden sich je nach Tumorart erheblich. Während helle Hautkrebsformen in der Regel langsam wachsen und nur selten Metastasen bilden, können sie unbehandelt zu erheblichen lokalen Gewebeschäden führen und die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Das maligne Melanom gilt hingegen als besonders aggressiv, da es früh Tochtergeschwülste in Lymphknoten und inneren Organen bilden kann. In fortgeschrittenen Stadien ist Hautkrebs mit einer deutlich erhöhten Mortalität verbunden, auch wenn sich die Prognose durch moderne Therapieformen in den letzten Jahren verbessert hat. Neben den direkten gesundheitlichen Folgen stellt Hautkrebs auch ein relevantes psychosoziales Risiko dar. Diagnosen gehen häufig mit Angst, Unsicherheit und langfristigen Kontrolluntersuchungen einher. Chirurgische Eingriffe können sichtbare Narben hinterlassen, was insbesondere für jüngere Patient:innen belastend sein kann. Hinzu kommen gesellschaftliche und gesundheitssystemische Auswirkungen durch steigende Behandlungskosten und einen erhöhten Versorgungsbedarf. Aus pflegerischer und gesundheitlicher Perspektive ist Hautkrebs daher nicht nur als individuelles Krankheitsrisiko zu betrachten, sondern als relevantes Public Health Thema. Prävention durch konsequenten Sonnenschutz, Aufklärung über Risikofaktoren und die Förderung von Hautkrebsfrüherkennung spielen eine zentrale Rolle, um die steigende Inzidenz langfristig zu begrenzen und die gesundheitlichen Folgen für Betroffene zu reduzieren.