🗓️
#131 | 21.05.2026

Worum geht's?

Die Studie untersucht pflegerische Interventionen bei Nebenwirkungen einer Strahlentherapie von Brustkrebspatient:innen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie wirksam pflegerische Maßnahmen dabei sind, Beschwerden wie Hautreizungen, Fatigue, Lymphödeme oder psychische Belastungen zu reduzieren. Die Autor:innen betrachten dabei insbesondere die Rolle von Pflegefachpersonen bei der Unterstützung, Beratung und Begleitung von Patient:innen während der Strahlentherapie. 

💡
In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 500.000 Menschen neu an Krebs. Nach Angaben des Zentrums für Krebsregisterdaten wurden im Jahr 2023 etwa 517.800 Krebsneuerkrankungen diagnostiziert. Von diesen Patient:innen erhalten etwa 50 bis 60 Prozent im Laufe ihrer Erkrankung eine Strahlentherapie. Das bedeutet, dass jährlich ungefähr 250.000 bis 310.000 Krebspatient:innen in Deutschland bestrahlt werden. Die Strahlentherapie zählt damit neben der Operation und der medikamentösen Therapie zu den wichtigsten Säulen der Krebsbehandlung. Die Strahlentherapie wird bei vielen Krebsarten eingesetzt, beispielsweise bei Brustkrebs, Prostatakrebs, Lungenkrebs oder Tumoren im Kopf Hals Bereich. Sie kann heilend, unterstützend nach einer Operation oder zur Linderung von Beschwerden eingesetzt werden. Außerdem ist sie laut Deutscher Krebshilfe an etwa der Hälfte aller dauerhaften Tumorheilungen beteiligt. 

Was war das Ziel der Studie?

Ziel der Studie war es, die Wirksamkeit verschiedener pflegerischer Interventionen bei strahlentherapiebedingten Nebenwirkungen von Brustkrebspatient:innen zu bewerten. Dabei sollte untersucht werden, welche Maßnahmen von Patient:innen als hilfreich wahrgenommen werden und welche Beschwerden trotz pflegerischer Unterstützung weiterhin häufig auftreten. Außerdem wollten die Forschenden herausfinden, in welchen Bereichen der pflegerischen Versorgung noch Verbesserungsbedarf besteht.