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#144 | 20.08.2026

Worum geht's?

Die Studie beschäftigt sich mit der therapeutischen Kommunikation zwischen Pflegefachpersonen und Angehörigen von Patient:innen in akuten beziehungsweise kritischen Versorgungssituationen. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob die Qualität der therapeutischen Kommunikation mit dem Ausmaß der Angst der Angehörigen zusammenhängt. Die Autor:innen gehen davon aus, dass eine gezielte verbale und nonverbale Kommunikation dazu beitragen kann, dass Angehörige die Situation besser verstehen und mit ihrer Unsicherheit umgehen können. 

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Im Gesundheitswesen wird zunehmend von An- und Zugehörigen gesprochen, da der klassische Begriff „Angehörige“ häufig vor allem mit verwandtschaftlichen oder rechtlich definierten Beziehungen verbunden wird. Für die Versorgung von Patient:innen sind jedoch nicht nur Familienmitglieder bedeutsam. Auch Freund:innen, unverheiratete Partner:innen, Nachbar:innen oder andere nahestehende Personen können wichtige Bezugspersonen sein und Betreuung, Unterstützung oder Pflege übernehmen. Eine Begriffsanalyse aus der Pflegewissenschaft zeigt, dass gesellschaftliche Veränderungen, vielfältigere Familienformen und die zunehmende Bedeutung freundschaftlicher Beziehungen dazu führen, dass traditionelle Vorstellungen von Angehörigkeit die tatsächlichen sozialen Netzwerke von Patient:innen nicht immer ausreichend abbilden. Die Formulierung „An- und Zugehörige“ trägt diesem erweiterten Verständnis Rechnung. Während Angehörigkeit beispielsweise im Pflegezeitgesetz rechtlich anhand bestimmter familiärer und partnerschaftlicher Beziehungen definiert wird, kann Zugehörigkeit stärker darüber bestimmt werden, wen Patient:innen selbst als nahestehend und für sie bedeutsam ansehen. Damit unterstützt der Begriff eine patient:innenzentrierte Versorgung, weil nicht allein biologische oder rechtliche Verwandtschaft darüber entscheidet, wer als wichtige Bezugsperson wahrgenommen und in die Versorgung einbezogen wird.

Was war das Ziel der Studie?

Ziel der Studie war es, den Zusammenhang zwischen der therapeutischen Kommunikation durch Pflegefachpersonen und dem Angstniveau von Angehörigen in Notfallsituationen zu untersuchen. Dabei sollte festgestellt werden, ob eine als gut bewertete therapeutische Kommunikation mit einem niedrigeren Angstniveau der Angehörigen verbunden ist. Die Untersuchung fokussierte damit gezielt auf die Bedeutung pflegerischer Kommunikation innerhalb belastender und potenziell lebensbedrohlicher Versorgungssituationen.