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#145 | 27.08.2026
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Im folgenden Briefing wird der Begriff Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia sowie die international gebräuchliche Abkürzung BPSD verwendet. Im deutschsprachigen Kontext sollte jedoch vorzugsweise von als herausfordernd empfundenen Verhaltensweisen gesprochen werden, da diese Formulierung weniger defizitorientiert ist und berücksichtigt, dass die Bewertung eines Verhaltens auch vom jeweiligen Kontext und von der Wahrnehmung der beteiligten Personen abhängt. Da sich das Briefing auf eine Studie bezieht, in der ausdrücklich der Begriff BPSD verwendet wird, wird dieser im Folgenden beibehalten, um das Wording der Originalpublikation nicht zu verändern.

Worum geht's?

Die systematische Übersichtsarbeit beschäftigt sich mit verhaltensbezogenen und psychischen Symptomen bei Menschen mit Demenz während eines Aufenthalts im Akutkrankenhaus. Diese Symptome werden international als Behavioral and Psychological Symptoms of Dementia, kurz BPSD, bezeichnet und umfassen unter anderem Agitation, Aggression, Schlafstörungen, depressive Symptome, Angst, Halluzinationen und Veränderungen des Essverhaltens. Die Studie untersucht, wie häufig solche Symptome im Akutkrankenhaus auftreten und welche Faktoren, Behandlungen und Folgen mit ihnen verbunden sind. 

Was war das Ziel der Studie?

Das primäre Ziel der Studie war es, die Häufigkeit von BPSD bei älteren Menschen mit Demenz während eines Aufenthalts in einem Akutkrankenhaus zu bestimmen. Zusätzlich untersuchten die Autor:innen mögliche Risikofaktoren sowie den Umgang mit diesen Symptomen und deren Auswirkungen auf die Versorgung. Dabei wurden unter anderem Psychopharmakagebrauch, Aufenthaltsdauer, erneute Krankenhausaufnahmen, Institutionalisierung nach der Entlassung, Belastungen von An- und Zugehörigen sowie weitere Versorgungsergebnisse betrachtet. 

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Als herausfordernd empfundene Verhaltensweisen wie Unruhe, Aggression, Apathie, Angst, Schlafstörungen oder wiederholtes Rufen können für Menschen mit Demenz mit erheblichen Belastungen verbunden sein. Sie stehen unter anderem mit einer verminderten Lebensqualität, funktionellen Einschränkungen und ungünstigeren gesundheitlichen Verläufen in Zusammenhang. Im Akutkrankenhaus können sich solche Verhaltensweisen zusätzlich verstärken und die Versorgung erschweren. Studien zeigen Zusammenhänge mit längeren Krankenhausaufenthalten, dem Einsatz belastender Interventionen und Psychopharmaka sowie häufigeren Wiederaufnahmen. Auch für Pflegefachpersonen stellen als herausfordernd empfundene Verhaltensweisen eine relevante Belastung dar. Insbesondere Unruhe, Aggression und schwer vorhersehbare Verhaltensweisen können den Arbeitsaufwand erhöhen und Stress, Unsicherheit und emotionale Belastung verursachen. Eine hohe und länger anhaltende Belastung kann mit geringerer Arbeitszufriedenheit, psychischen und körperlichen Belastungen sowie Burnout in Zusammenhang stehen. Gleichzeitig können fehlendes Wissen über Demenz, unzureichende personelle Ressourcen und mangelnde organisatorische Unterstützung diese Belastungen verstärken.