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#147 | 10.09.2026

Worum geht's?

Die Studie von beschäftigt sich mit Belästigung und Gewalt gegenüber Auszubildenden in der Pflege während ihrer klinischen Praxiseinsätze. Untersucht wurde die Initiative „Clinical Abuse Preventive Education for Students“, kurz CAPES, die Auszubildenden dabei unterstützen soll, Belästigung zu erkennen, angemessen darauf zu reagieren und Vorfälle zu melden. Das Programm verbindet Schulungen der Studierenden mit einem strukturierten Meldesystem und einer gezielten Qualifizierung der Lehrenden und Praxisbegleitenden. 

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Die CAPES Initiative steht für Clinical Abuse Preventive Education for Students. Ziel der Initiative ist es, Auszubildenden in der Pflege während ihrer klinischen Praxiseinsätze besser vor Belästigung, Gewalt und anderen Formen übergriffigen Verhaltens zu schützen. Hintergrund war die Beobachtung, dass Auszubildenden in der Pflege im klinischen Alltag mit verbaler, körperlicher oder sexueller Belästigung sowie Diskriminierung konfrontiert sein können, entsprechende Vorfälle jedoch häufig nicht oder erst verspätet melden. Gründe hierfür können unter anderem Unsicherheit über Meldewege, Angst vor negativen Konsequenzen und die Normalisierung problematischer Verhaltensweisen im klinischen Umfeld sein. CAPES verfolgt deshalb einen mehrdimensionalen Ansatz aus Schulung, Meldemöglichkeiten und psychosozialer Unterstützung. Pflegestudierende erhalten vor ihrem Praxiseinsatz eine strukturierte Einführung zum Erkennen, Verhindern, Bewältigen und Melden von Belästigung. Dabei kommen Informationsmaterialien, Fallbeispiele, Rollenspiele und Gruppendiskussionen zum Einsatz. Die Auszubildenden üben anhand konkreter Situationen, wie sie auf übergriffiges Verhalten reagieren können. Zusätzlich wurde mit dem CAPES Buddy ein digitales Meldesystem eingerichtet, über das Vorfälle strukturiert weitergegeben werden können. Ein weiterer Bestandteil richtet sich an die Lehrenden und Praxisbegleiter:innen. Diese werden darin geschult, Studierende nach belastenden Situationen psychologisch zu unterstützen und angemessen auf gemeldete Vorfälle zu reagieren. Damit richtet sich CAPES nicht ausschließlich auf die Handlungskompetenz einzelner Auszubildender, sondern auch auf die Gestaltung einer klinischen Lernumgebung, in der Belästigung angesprochen werden kann und Betroffene Unterstützung erhalten. Die Initiative verbindet damit Prävention, Kompetenzentwicklung, niedrigschwellige Meldestrukturen und institutionelle Unterstützung.

Was war das Ziel der Studie?

Ziel war es, die Auswirkungen der CAPES Initiative auf den Umgang von Auszubildenden mit Belästigung im klinischen Umfeld zu untersuchen. Dabei wurde insbesondere betrachtet, ob sich das Wissen über Belästigung, die Fähigkeit zur Identifikation verschiedener Formen sowie die Sicherheit im Umgang mit entsprechenden Situationen verbessern. Zusätzlich sollte untersucht werden, ob sich das Meldeverhalten verändert und Lehrende durch eine zusätzliche Schulung besser in der Lage sind, betroffene Auszubildenden psychologisch zu unterstützen.