In „Pflege in fünf Entscheidungen“ bekommen unsere Gäst:innen fünf zugespitzte Entweder-oder-Fragen. Kein Sowohl-als-auch, keine offenen Antworten, begründet wird erst, nachdem die Entscheidung gefallen ist. Diesmal stellt sich Karin Prien, Bundesministerin für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, den Fragen von Francis und Christian, zur Programmsäule „Pflege wissensstark“.

Pflegestudium für alle oder Ergänzung zur Ausbildung? Entsteht Wissen besser an der Hochschule oder in der Praxis? Ist Weiterbildung Sache der Arbeitgeber oder Eigenverantwortung? Ist die Pflegewissenschaft zu weit weg von der Station oder zu wenig gehört? Und sind pflegende Angehörige das Rückgrat der Versorgung oder ein systemisches Versagen?

Karin Prien legt sich fest. Das Studium bleibt für sie Ergänzung, die stärkste Säule die Ausbildung an den Pflegeschulen. Die Pflegewissenschaft werde eher zu wenig gehört, und pflegende Angehörige seien „unbedingt Rückgrat der Versorgungsrealität“. Ein Konzept für ein Familienpflegegeld will ihr Ministerium im nächsten Jahr vorlegen. Nur bei Hochschule oder Praxis bleibt sie beim Sowohl-als-auch: Beides müsse Hand in Hand gehen.

Diese Folge entsteht in Kooperation mit dem Deutschen Pflegetag, der am 12. und 13. November im hub27 in Berlin stattfindet.