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#148 | 17.09.2026

Worum geht's?

Die Studie untersucht, ob eine Kombination aus Gruppenreminiszenztherapie und körperlichem Gruppentraining das psychische Wohlbefinden und die körperliche Funktionsfähigkeit älterer Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz verbessern kann. Im Mittelpunkt stehen insbesondere Lebensqualität, Lebenszufriedenheit, depressive und ängstliche Symptome, kognitive Fähigkeiten sowie die funktionelle Fitness. Beide Interventionen wurden über einen Zeitraum von zwölf Wochen miteinander kombiniert. 

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Die Reminiszenztherapie ist eine psychosoziale und nicht medikamentöse Intervention, bei der Menschen gezielt dazu angeregt werden, sich an frühere Erlebnisse, Lebensabschnitte und persönliche Erfahrungen zu erinnern und darüber zu sprechen. Sie wird besonders häufig bei älteren Menschen und Menschen mit Demenz eingesetzt. Erinnerungen können dabei durch Fotos, Musik, vertraute Gegenstände, alte Zeitungen, Videos oder andere biografisch bedeutsame Materialien angeregt werden. Die Reminiszenztherapie kann sowohl einzeln als auch in Gruppen durchgeführt werden. Im Mittelpunkt steht nicht das Abfragen von Fakten oder die Überprüfung, ob Erinnerungen objektiv richtig sind. Vielmehr sollen vorhandene Erinnerungen aktiviert, Kommunikation ermöglicht und die persönliche Identität sowie das Erleben der eigenen Lebensgeschichte unterstützt werden. Bei Menschen mit Demenz kann dieser Ansatz hilfreich sein, da Erinnerungen an weiter zurückliegende Lebensabschnitte teilweise länger zugänglich bleiben als Erinnerungen an aktuelle Ereignisse. Die Gespräche können außerdem soziale Interaktion fördern und den beteiligten Personen ermöglichen, eigene Erfahrungen und Geschichten einzubringen. Die wissenschaftliche Evidenz zeigt mögliche positive Effekte auf Kommunikation, kognitive Fähigkeiten, Stimmung und Lebensqualität bei Menschen mit Demenz. Diese Effekte sind jedoch nicht durchgehend nachweisbar und häufig eher klein. Ein Cochrane Review mit 22 Studien und insgesamt 1.972 Menschen mit Demenz kommt deshalb zu dem Ergebnis, dass die Wirksamkeit unter anderem davon abhängt, ob die Reminiszenztherapie einzeln oder in Gruppen sowie im häuslichen Umfeld oder in einer Pflegeeinrichtung durchgeführt wird. 

Was war das Ziel der Studie?

Ziel der Studie war es, die Auswirkungen einer kombinierten Gruppenreminiszenztherapie und Gruppentrainingstherapie bei älteren Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz zu untersuchen. Die Autor:innen wollten herausfinden, ob sich durch die Kombination psychische und körperliche Vorteile gegenüber der üblichen Versorgung erzielen lassen. Dabei sollte insbesondere geprüft werden, ob Lebensqualität, Lebenszufriedenheit, Kognition und funktionelle Fitness positiv beeinflusst werden können.