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#135 | 18.06.2026

Worum geht's?

Die Studie beschäftigt sich mit dem Shared Decision Making (SDM), also der gemeinsamen Entscheidungsfindung bei der Krebsbehandlung. Dabei wird untersucht, wie Patient:innen, Angehörige und Gesundheitsfachpersonen gemeinsam Therapieentscheidungen treffen und welche Rollen die einzelnen Beteiligten dabei übernehmen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie eine patientenzentrierte Versorgung durch eine aktive Beteiligung aller Beteiligten gefördert werden kann. 

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Shared Decision Making, auf Deutsch häufig als partizipative Entscheidungsfindung bezeichnet, ist ein Konzept der patient:innenzentrierten Gesundheitsversorgung. Dabei treffen Patient:innen und Gesundheitsfachpersonen gemeinsam Entscheidungen über diagnostische, therapeutische oder pflegerische Maßnahmen. Grundlage dieses Prozesses ist ein gleichberechtigter Austausch von Informationen. Gesundheitsfachpersonen bringen ihr fachliches Wissen über Erkrankungen, Behandlungsoptionen, Risiken und Nutzen ein, während Patient:innen ihre individuellen Werte, Bedürfnisse, Präferenzen und Lebensumstände einbringen. Ziel ist es, eine Entscheidung zu finden, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch mit den persönlichen Vorstellungen der Patient:innen vereinbar ist. In der professionellen Pflege spielt Shared Decision Making eine wichtige Rolle, da Pflegefachpersonen häufig einen engen und kontinuierlichen Kontakt zu Patient:innen haben. Sie unterstützen Patient:innen dabei, Informationen zu verstehen, Fragen zu formulieren und eigene Wünsche zu äußern. Insbesondere bei chronischen Erkrankungen, komplexen Therapieentscheidungen oder in palliativen Versorgungssituationen können Pflegefachpersonen als Vermittler:innen zwischen Patient:innen, Angehörigen und anderen Berufsgruppen fungieren. Durch die Einbeziehung der Patient:innen in Entscheidungen können das Vertrauen in die Versorgung, die Zufriedenheit mit der Behandlung sowie die Therapieadhärenz gefördert werden. Gleichzeitig stärkt Shared Decision Making die Selbstbestimmung und Autonomie der Patient:innen. 

Was war das Ziel der Studie?

Ziel der Studie war es, die vorhandene wissenschaftliche Literatur zur gemeinsamen Entscheidungsfindung bei Krebsbehandlungen systematisch zusammenzutragen und auszuwerten. Die Autor:innen wollten herausarbeiten, wie Patient:innen, Angehörige und Gesundheitsfachpersonen am Entscheidungsprozess beteiligt sind und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen. Gleichzeitig sollte ein umfassendes Bild der zentralen Bestandteile und Rollen im Shared Decision Making entstehen.