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Diese Episode erschien am 23.12.2022 — einzelne Zahlen oder Regelungen können sich seither geändert haben.
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Das Wichtigste in Kürze
  • 2022 erschienen 44 Folgen mit fast 100.000 Downloads.
  • In vier Jahren sind über 140 Episoden entstanden.
  • Eine Edukationsreihe mit der AOK Nordwest startet Mitte Januar.
  • Themenwünsche aus der Community fließen aktiv in die Planung ein.
  • Stellenanzeigen für akademisch Pflegende laufen künftig über den Podcast.

Ein Jahr neigt sich dem Ende zu – Zeit, kurz innezuhalten. In der letzten Folge des Jahres 2022 nimmt sich Christian Köbke allein ans Mikrofon, um zurückzublicken, Danke zu sagen und einen Ausblick auf das kommende Jahr zu geben. Es ist eine dieser Episoden, die selten im Rampenlicht stehen, aber viel darüber verraten, was ein Projekt wie die Übergabe eigentlich am Leben hält: eine engagierte Community, ein kleines Team und jede Menge Themen rund um die akademische Pflege, die noch darauf warten, erzählt zu werden.

Zahlen, die für sich sprechen

Wer wissen will, wie groß ein Podcast geworden ist, schaut am Jahresende gern auf die nackten Zahlen – und die können sich sehen lassen. 44 Folgen sind 2022 erschienen, das Pflege-Update eingerechnet. Allein die Übergabe-Episoden kamen dabei auf über 80.000 Downloads, mit dem Update zusammen sind es vermutlich knapp 100.000. Für das kommende Jahr wird vorsichtig optimistisch geträumt: 120.000, vielleicht sogar 140.000 Downloads könnten drin sein – allerdings nur mit der Unterstützung der Hörer:innen.

Noch beeindruckender wird es im Blick auf den gesamten Zeitraum. In vier Jahren Podcast-Produktion sind über 140 Folgen entstanden. Aneinandergereiht ergeben sie eine Hörzeit von rund einer Woche – man könnte die Übergabe also theoretisch rund um die Uhr durchhören, sieben Tage am Stück.

„In den gesamten vier Jahren sind über 140 Podcasts erschienen. Die sind in etwa so lang wie eine ganze Woche. Darauf sind wir einfach mega stolz." — Christian Köbke

Solche Zahlen entstehen nicht im luftleeren Raum. Sie sind das Ergebnis vieler Stunden Arbeit hinter den Kulissen – und vor allem das Ergebnis einer Community, die zuhört, weiterempfiehlt und mitdenkt. Genau darauf legt das Team auch in seinem Dank den Schwerpunkt: auf die Gäst:innen, die ihr Wissen teilen, auf die Hörenden, ohne die das Projekt schlicht keinen Sinn ergäbe, und auf alle, die mit Themenvorschlägen oder einer monatlichen Mitgliedschaft unterstützen.

Umzug im Hintergrund – Vorteile im Vordergrund

Eine technische Veränderung dürfte den meisten Hörer:innen kaum aufgefallen sein: Im November 2022 ist die Übergabe zu einem neuen Hoster umgezogen. Vorher lief alles auf einem eigenen Server – das war zwar in mancher Hinsicht entspannt, bedeutete aber auch eine Menge zusätzlicher Arbeit beim Anlegen und Hochladen der Folgen.

Für die Hörer:innen hat der Wechsel handfeste Vorteile. Auf der Homepage steht nun ein deutlich besserer Player zur Verfügung, der sich problemlos auf anderen Seiten einbetten lässt. Das frühere iFrame, das gerade auf dem Smartphone oft schlecht dargestellt wurde, gehört damit der Vergangenheit an. Der neue Player wird per Script eingebunden und funktioniert auf allen Geräten zuverlässig. Besonders praktisch: Einige Kliniken binden den Übergabe-Player bereits ins Intranet ein und zeigen ihren Mitarbeitenden so automatisch die jeweils aktuelle Folge an. Wer das ebenfalls umsetzen möchte, kann sich beim Team melden und bekommt die nötige Einbindung zur Verfügung gestellt.

Ein Service-Update: Eventkalender und Jobboard

Damit die Übergabe ihren Hörer:innen noch mehr bietet als die reinen Episoden, sind zwei neue Funktionen entstanden: ein Eventkalender und ein Jobboard. Die Idee dahinter ist denkbar einfach – alle Veranstaltungen rund um Pflege und Gesundheit an einem Ort zu sammeln, damit man sie nicht mühsam zusammensuchen muss. Wer selbst etwas organisiert, kann sein Event eintragen.

Das Jobboard verfolgt einen ganz bestimmten Fokus: Es richtet sich gezielt an akademisch Pflegende. Wer auf der Suche nach einer passenden Stelle ist, kann dort stöbern; wer eine entsprechende Position zu besetzen hat, darf sie kostenfrei einreichen. Damit greift das Team ein Thema auf, das die gesamte Branche umtreibt – den Mangel an Fachpersonal.

„Wir merken auch, dass das Thema Mangel an Fachpersonal überall kursiert. Das geht an uns auch nicht vorbei – und wir würden gern unterstützen." — Christian Köbke

Interessant ist die Vorgeschichte: Schon 2020 gab es bei der Übergabe einmal ein Jobboard, das aber wieder abgeschafft wurde. Der Grund waren datenschutzrechtliche Bedenken – nicht etwa ein Sicherheitsvorfall, sondern schlicht das Fehlen einer eigenen IT-Abteilung, die ein solches System dauerhaft sicher betreiben könnte. Diese Erfahrung zeigt, wie sorgfältig auch ein gewachsenes Podcast-Projekt mit den Daten seiner Nutzer:innen umgehen muss. Zusätzlich zum neuen Board bietet das Team an, Stellenausschreibungen für den akademischen Bereich über die Reichweite des Podcasts zu platzieren. Transparenterweise weist Christian darauf hin, dass dieser Service nicht kostenlos ist – das Ziel sei jedoch, die Pflegelandschaft zu entwickeln, nicht Einrichtungen finanziell zu belasten.

Was 2023 auf dem Programm steht

Die gute Nachricht zuerst: Die Übergabe macht weiter. Auch im neuen Jahr soll es im gewohnten Zwei-Wochen-Rhythmus weitergehen, mit Themen rund um die Pflege und natürlich mit dem Pflege-Update, das die Hörer:innen weiterhin mit aktuellen Infos aus der Pflegelandschaft versorgt. Caroline und Clara, die das Update durch das Jahr getragen haben, legen erst einmal eine kleine Verschnaufpause ein.

Ein besonderes Highlight steht gleich zu Jahresbeginn an: Mitte Januar startet eine Sonderreihe, die gemeinsam mit der AOK Nordwest entsteht. Dabei handelt es sich um eine Edukationsreihe, die diesmal nicht in erster Linie die Fachwelt anspricht, sondern Menschen, die konkrete Informationen brauchen – etwa dann, wenn in der eigenen Familie plötzlich das Thema Pflegebedürftigkeit ansteht. In dieser Reihe soll ein ganzer Blumenstrauß an Fragen geklärt werden.

Eine Liste, die niemals leer wird

Eine Sache zieht sich durch die gesamte Geschichte der Übergabe: die Themenliste. Vor vier Jahren begonnen, ist sie bis heute nicht abgearbeitet – im Gegenteil, sie wächst stetig. Genau das ist beabsichtigt, denn neue Anregungen kommen regelmäßig aus der Community. Über Instagram und Twitter hatte das Team in den Tagen vor der Aufnahme nachgefragt, welche Inhalte sich die Hörer:innen wünschen, und prompt kamen spannende Ideen zurück.

Besonders häufig genannt wurde der Wunsch nach Updates zu bereits behandelten Themen. Die Umsetzung ist allerdings nicht ganz trivial: Mehrere Gäst:innen in einer einzigen Folge zu versammeln, würde einen langen Vorlauf bedeuten – über das passende Format wird deshalb noch nachgedacht. Konkret auf der Liste stehen außerdem zwei Themen, die schon länger darauf warten, aufgegriffen zu werden: freiheitsentziehende Maßnahmen und das Konzept der Safewards aus der psychiatrischen Pflege. Wer dazu schon jetzt mehr erfahren möchte, findet in der Folge zu Safewards als Konzept für die psychiatrische Pflege tiefe Einblicke.

„Traut euch und schreibt uns. Wir freuen uns über jeden Impuls und natürlich über jedes Feedback." — Christian Köbke

Wichtig ist dem Team dabei eine Leitplanke: So sehr neue Formate und Themen willkommen sind – die Fachlichkeit und der Fokus auf die akademische Pflege sollen nicht verloren gehen. Genau dieser Anspruch unterscheidet die Übergabe von vielen anderen Angeboten und macht sie für eine bestimmte Zielgruppe so wertvoll.

Warum der Nachwuchs besonders zählt

Eine Rückmeldung scheint dem Team besonders am Herzen zu liegen: Aus Schulen, Hochschulen und von Studierenden sowie Auszubildenden kommt immer wieder das Signal, dass die Episoden im Lernalltag echte Hilfestellung leisten. Für ein Projekt, das mit dem Ziel angetreten ist, Wissen rund um die Pflege zugänglich zu machen, ist das mehr als nur eine nette Statistik – es ist die Bestätigung, dass die Arbeit ankommt, wo sie ankommen soll.

Dass die Inhalte ihren Weg in Ausbildungsstätten und in die Institutionen finden, ist dabei kein Selbstläufer. Es passiert vor allem durch Menschen, die die Formate weiterempfehlen und in ihre Teams und Klassenräume tragen. Gerade für die nächste Generation an Pflegefachpersonen entsteht so ein niedrigschwelliger Zugang zu Themen, die im klassischen Unterricht manchmal zu kurz kommen.

Für das kommende Jahr hat sich das Team deshalb vorgenommen, die Community noch stärker einzubeziehen. Die Fragen, die im Raum stehen, sind grundlegend: Was wünschen sich die Hörer:innen? Was fehlt ihnen? Und was lässt sich besser machen? Ob neue Podcast-Formate, andere Schwerpunkte oder zusätzliche Services – die Richtung soll künftig stärker gemeinsam mit den Hörenden bestimmt werden. Wer eine Idee hat, ist eingeladen, sich per Mail oder über die sozialen Kanäle zu melden.

Ein leiser, aber wichtiger Jahresabschluss

Diese Episode ist keine der großen Fachinterviews, die die Übergabe sonst ausmachen. Und doch erzählt sie viel über das, was hinter einem Podcast-Projekt steckt: kontinuierliche Arbeit, technische Weiterentwicklung, der ehrliche Umgang mit Rückschlägen wie dem ersten Jobboard und vor allem eine enge Beziehung zu den Menschen, die zuhören. Mit fast 100.000 Downloads in einem einzigen Jahr und über 140 Folgen insgesamt hat sich die Übergabe einen festen Platz in der deutschsprachigen Pflege-Podcast-Landschaft erarbeitet.

Zum Jahresende bleibt vor allem eines: ein großes Dankeschön an alle, die das Projekt tragen – durch Zuhören, durch Feedback, durch Themenvorschläge oder durch eine Mitgliedschaft. Wenn du also eine Idee hast, welches Thema rund um die Pflege als Nächstes beleuchtet werden sollte, dann schreib dem Team. Vielleicht steht dein Vorschlag schon bald auf der berühmten, niemals endenden Themenliste – und wird irgendwann zu deiner Lieblingsfolge.

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